Zeitzeichen

11. Zeitzeichen am 28. April 2016

Porträt Martin Kopie

Am 28. April 2016 findet das 11. Zeitzeichen des Kultur Kreises Kamen statt. Der Referent des Abends, Martin Litzinger, wird sich mit einem Thema beschäftigen, das unser Land wohl nie loslassen wird. Jeder Deutsche hat von Konzentrationslagern gehört, doch wer weiß, daß es auch in Bergkamen ein solches gab? Das ehemalige Wohlfahrtsgebäude Schönhausen der Zeche Grimberg I/II wurde von den Nationalsozialisten 1933 in ein KZ umgewandelt, in dem politisch Unliebsame „in Schutzhaft genommen“ wurden. Es war kein KZ wie Auschwitz und Treblinka, aber doch ein Lager, in dem gefoltert wurde. Daher stellt Martin Litzinger seinen Vortrag auch unter die Aussage:

„Man hörte die Schmerzensschreie der Misshandelten“ 

Das Konzentrationslager Schönhausen in Bergkamen

im Jahre 1933

Martin Litzinger ist Stadtarchivar in Bergkamen und der beste Kenner der Bergkamener Geschichte. Er ist durch eine Serie von Veröffentlichungen hervorgetreten, in der er ausführlich die Geschichte jedes einzelnen Bergkamener Stadtteils darstellt.

Zeitzeichen 11 DIN A3 Plakat

10. Zeitzeichen am 12. November 2015

Zeitzeichen 10 DIN A5 Plakat

Am Donnerstag, 12. November 2015, fand im Alten Gasthaus Schulze Beckinghausen das 10. Zeitzeichen des Kultur Kreises Kamen statt. Christiane Cantauw M.A., wissenschaftliche Geschäftsführerin der Volkskundlichen Kommission beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe in Münster, beschäftigte sich mit: „Der gute Tod und die Kunst des Sterbens. Kulturhistorische Betrachtungen zu Tod und Sterben“.

Die Befürchtungen des KKK, das Thema erweise sich als zu sperrig und könne abschrecken statt anziehen, erwies sich als unbegründet. Der Saal bei Schulze Beckinghausen war bis auf den letzten Platz gefüllt und noch einmal so vielen Interessenten mußte im Vorfeld abgesagt werden.

Was allen Menschen gemeinsam ist: niemand kennt den Zeitpunkt seines Todes. Gewiß ist nur, daß jeder sterben wird. Und mit dem Tod eines Menschen sind seit jeher bestimmte Riten verbunden.

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht über die Veranstaltung.

KH

 

9. Zeitzeichen am 23. April 2015

Zeitzeichen 9 DIN A3

Welches Thema könnte derzeit aktueller sein? Pressefreiheit geht uns alle etwas an, auch wenn wir manchmal nicht merken, daß sie wieder einmal beschnitten wurde, oder daß eine vom Leser nicht bemerkte Sprachregelung greift. Malte Hinz, Chefredakteur der Westfälischen Rundschau, ist der Meinung: „Die Presse ist frei – kein Aber!“ Mit Ausrufezeichen!

KH

 

8. Zeitzeichen am 13. November 2014

Zeitzeichen 8

Unser nächstes „Zeitzeichen“, das mittlerweile achte (!), findet am 13. November 2014 statt, wieder im Haus der Stadtgeschichte in Kamen, Bahnhofstraße 21. Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt frei. Spenden sind willkommen.

An diesem Abend wird Heribert Reif, bis vor kurzem noch Direktor des Romberg-Parks in Dortmund und damit erwiesenermaßen einer der besten Baumkenner Deutschlands, sich mit ganz besonderen Erscheinungsformen von Buchen beschäftigen, vor allem auch darstellen, wie   unterschiedlich sie in der jeweiligen regionalen Kultur in Rheinland und Westfalen auftreten.
Nähere Informationen hier in Kürze.
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KH

 

Am 15. Mai 2014 findet die Veranstaltungsreihe „Zeitzeichen“ des KKK ihre 7. Auflage.

7. Zeitzeichen

Standen bisher überwiegend Kamener Themen im Mittelpunkt, geht es dieses Mal ums Sehen: „Der zweite Blick“ heißt das vielleicht ein bißchen rätselhafte Thema des Abends. Die Referentin, Gesine Schulte aus Dortmund-Körne, fordert den Betrachter von Bildern auf, sich Zeit zu nehmen, noch einmal hinzuschauen, damit das Bild richtig begriffen wird.

Bei der heutigen Reizüberflutung werden wir verleitet, flüchtig, und damit oberflächlich, hinzuschauen. Die Werbung zerfetzt Bildsequenzen in blitzartige Schnipsel, wir haben gar nicht begriffen, was wir gesehen haben, werden dennoch zu geplanten Reaktionen verleitet. Was heute aktuell ist, ist morgen überholt. Wir haben verlernt, vergessen, was Muße ist.

Hier setzt Gesine Schulte an. Sie fordert uns auf, einen „zweiten Blick“ zu wagen, Dinge bewußt wahrzunehmen, unsere Umwelt anders wahrzunehmen, intensiver, genauer. Sie wird zeigen, daß ein Foto oft mehr sagt, als wir auf den „ersten Blick“ erkennen.

KH

 

„Zeitzeichen“ Nr. 6: Wegen des großen Erfolges beim ersten Mal gibt es eine Neuauflage von „Alt & wertvoll“:

6. Zeitzeichen

Kunsthändler Jochen Möller begutachtet wieder Familienschätze. Was an „alten Schätzchen“ in Schränken oder Kisten schlummert, können die Kamener am kommenden Sonntag wieder hervorholen und von dem Experten Jochen Möller fachmännisch begutachten lassen.

Im Stadtmuseum bietet der Kultur Kreis Kamen zum zweiten Mal in diesem Jahr, rechtzeitig vor Weihnachten, die Möglichkeit, eine Antwort zu erhalten auf die spannende Frage nach Alter und Wert der mitgebrachten Stücke. Überraschungen wie beim ersten Mal sind auch dieses Mal zu erwarten.

Am Sonntag, dem 3. November 2013, können Interessenten wieder ihre Erbstücke ins Stadtmuseum tragen. Auch Nur – Zuschauer kommen diesmal auf ihre Kosten: Der Gutachter wird sich von einer Kamera über die Schulter schauen lassen, und die Zuschauer können alles direkt verfolgen.

KH

 

Und wieder ein halbes Jahr später, am 10. Oktober 2013, findet das 5. „Zeitzeichen“ statt:

Plakat Zeitzeichen ÜberBrücken 2013 Din A3 Kopie

Unter dem Titel „ÜberBrücken“

wird sich Dirk Klingenberg, Projektleiter beim Lippeverband für die Seseke-Renaturierung, mit dem Fluß beschäftigen;

Jens Neunert, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Kamen, stellt die Technik des Brückenbaus vor, vor allem der Kamener Brücken;

Wilfrid Loos, Ortsheimatpfleger von Wasserkurl, wird über die Geschichte ausgewählter Kamener Brücken berichten und passende Kamener Anekdoten erzählen;

die Berkamenerin Helga Piepenbrink wird einen Sktetch spielen: „Auf, unter und neben Brücken.“

KH

 

 Premiere für Kamen

4. Zeitzeichen

Am Sonntag, 21. April 2013, setzt der Kultur Kreis Kamen seine Veranstaltungsreihe „Zeitzeichen“ unter dem Titel „Alt und Wertvoll?“ im Museum Haus der Stadtgeschichte Kamen fort.

Wer hat nicht das alte Familienerbstück im Wohnzimmer stehen? Oder im Keller oder auf dem Dachboden? Und wer wüßte nicht endlich gern, ob es sich dabei um Kunst oder Krempel handelt? Ob Omas Sammeltasse nur Staubfänger ist oder einen Wert darstellt? Und das Gemälde an der Wand, das da immer schon hing? Der alte Krug, die Pfeife, Taschenuhr, Vase, Porzellanfigur, das Kleinmöbel … ?

Jochen Möller ist anerkannter Gutachter, der durch jahrzehntelange Tätigkeit über einen riesigen Erfahrungsschatz bei der Beurteilung von antiken Gegenständen aller Art verfügt. Jeder ist eingeladen, mit seinem Schätzchen zu kommen, um es schätzen zu lassen. Und wenn dieses oder jenes schon ein wenig ramponiert aber wertvoll ist, daß sich eine Restauration lohnt, Jochen Möller weiß auch hierbei Rat. Für diese Fälle gibt es eine Liste mit in Frage kommenden Restauratoren.

KH

 

 Am 22. November 2012 folgte das dritte Zeitzeichen:

Plakat Zeitzeichen Lesung 2012 Din A6 a Kopie

Unter dem Titel „Dramen, Dolles und Dönekes – Lokale Geschichten und Lieder auf Platt– und Hochdeutsch“ präsentiert Karl-Heinz Budde Geschichten und Gedichte aus unserer Heimat auf Plattdeutsch; Dr. Hubert Brinkschulte liest aus dem „Präzedenzfall“ von Gert Holtmann vor, was in Kamen in den 50er und 60er Jahren so los war; Dr. Heinrich-Wilhelm Drexhage erzählt als Moderator u.a. über seine Erlebnisse im Kamener Amtsgericht; und Mona Lichtenhof singt dazu passende Lieder zur Gitarre.

KH

Am 27. März 2012 gibt es das 2. „Zeitzeichen“:

2. Zeitzeichen

Ursprünglich lebte der Mensch wohl in Höhlen, dann wird er sich seinen eigenen Unterschlupf gebaut haben, gefolgt von Hütten, Häusern. Er wird in Familien gelebt, den Vorteil des Zusammenlebens auch in größeren Gruppen erkannt haben, immer mehr die Nähe zu seinesgleichen gesucht haben. Es entstanden Siedlungen, Dörfer und schließlich Städte.   Wie muß man sich nun vorstellen, daß das vor sich ging? Welche Voraussetzungen brauchte es, damit Stadtgründungen gelangen? Und wie bekamen es die Stadtgründer hin, daß das Zusammenleben klappte? Diesen Fragen geht Klaus Holzer im ersten Vortrag des Abends unter dem Titel „Zeitzeichen“ am Dienstag, 27. März 2012 um 19.30 Uhr im Vortragssaal des Hauses der Stadtgeschichte (Museum) nach.   Ein wichtiger Bestandteil der mittelalterlichen Stadtgesellschaft waren die Handwerker. Wie verhielt es sich mit dem Handwerk in der Stadt? Wie war es organisiert? Welche Stellung nahm der Handwerker in der städtischen Gesellschaft ein? Das wird das Thema von Hans-Jürgen Kistner, dem ehemaligen Kamener Stadtarchivar, sein.   Nach diesen beiden Vorträgen, die sich ihrem jeweiligen Thema eher unter allgemeineren, umfassenden Gesichtspunkten nähern, wird sich Edith Sujatta, die Kamener Ortsheimatpflegerin, mit einigen für Kamen typischen Handwerken beschäftigen. Welche Handwerke waren für Kamen besonders wichtig? Wie arbeiteten die Meister? Welche Arbeitsprozesse waren nötig, bevor das Produkt die Werkstatt verlassen konnte? Wie vertrieben sie ihre Produkte? Belieferten sie nur ihre Nachbarn? Oder gab es schon so etwas wie Globalisierung?

KH

 

 Am 15. November 2011 beginnt der Kultur Kreis Kamen seine Vortragsreihe „Zeitzeichen“:

Zeitzeichen Plakat

Die Seseke hat für die Kamener immer eine große Rolle gespielt. Ohne diesen Fluß wäre Kamen vielleicht gar nicht entstanden: hier war eine Furt, die der antike Reisende benutzen konnte, wenn er den Sumpf, der sich beiderseits der Seseke kilometerlang hinzog, und den Fluß selbst überqueren wollte. Der Fluß spendete den frühen Siedlern Wasser und Fische. Am Fluß gab es fruchtbaren Boden, auf dem Nahrung wuchs. Am Fluß gab es Weiden, auf denen das Vieh grasen konnte, und es wuchsen Bäume, die das für Hausbau, Heizen und Garen des Essens nötige Holz lieferten. Zur Zeit des Kohlenbergbaus wurde der Fluß als Kloake mißbraucht, und damit das vergiftete Wasser schnell abfließen konnte, wurde er in ein enges Betonkorsett gezwängt. Jetzt ist der Bergbau an sein Ende gekommen, der Fluß sieht fast wieder natürlich aus, und die Kamener freuen sich auf gemütliche Sommerabende an seinen Ufern. Doch wie soll das Ufer in Zukunft aussehen? Wie soll es gestaltet werden? Diesen Fragen will der Kultur Kreis Kamen unter dem Titel „Zeitzeichen“ nachgehen und hat dazu drei hochkarätige Experten eingeladen. Der in Kamen schon bestens bekannte Archäologe Dr. Georg Eggenstein wird an diesem Abend seine neuesten Forschungsergebnisse zu Seseke und Körne vorstellen. Dr. Eggenstein ist der für germanische Siedlungsgeschichte in unserem Bereich führende Archäologe. Hermann Hofmann vom Lippeverband wird sich in seinem Vortrag mit dem ökologischen Umbau der Seseke beschäftigen. Wie weit hat sich die Natur am und im Fluß erholt? Wie ist der Stand des Bewuchses? Welche Tiere sind zurückgekehrt? Gibt es schon wieder Fische in der einstigen Kloake? Thomas Heiser wird erläutern, wie das Projekt „Über Wasser Gehen“ mit Blick auf die Erfahrungen aus dem Kulturhauptstadtjahr fortgeführt wird.  Wie steht es um Kunst am Fluß?

seseke vortrag und diskussion

von links nach rechts: Klaus Holzer, Dr. Georg Eggenstein, Hermann Hofmann, Thomas Heiser

Anläßlich dieses Vortragsabends brachte der KKK auch ein Plakat mit Motiven der Seseke um das Jahr 1900 heraus:

Seseke 1900 50 x 70 cm Kopie

KH